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Eine Hand voller Sterne /// von teater ISKRA /// Dschungel Wien /// 13+ /// Theresa Luise Gindlstrasser ///

Der junge Protagonist will Journalist werden, soll aber Bäcker werden, so wie sein Vater. Dass nämlich mit Bleistift und Papier, nur mit Bleistift und Papier, ganze Wahrheiten auf- und zugedeckt werden können, ganze gesellschaftliche Situationen verändert werden können, das fasziniert den Jungen, der in Damaskus aufwächst, sehr. „Eine Hand voller Sterne“ ist eine Geschichte des syrischen Autors Rafik Schami. Das teater ISKRA hat diesen Text mit vier Darstellenden auf die Bühne des Dschungel Wien gebracht.

Selbige Bühne zeigt ein verträumtes Arrangement aus Papier und Zeichen. Das Wort „Freiheit“ dominiert den Raum. Zwischen hohen Blätter-Säulen wechseln sich die Sprechpositionen ab. Es wird viel erzählt, dann wieder ausgespielt, eine Einheit der Personenen ist jedoch nicht gegeben. Langsam, langsam, ebenso verträumt wie die Szenerie entwickelt sich aus den Erzählsequenzen die Geschichte eines jungen Syrers der voller Tatendrang behaupten will: „Freude macht den Barbaren Angst“. So erfindet der Junge eine sogenannte Sockenzeitung, versteckt also subversive Inhalte in billigen Socken um die Texte an die Menschen zu bekommen. Ein Stück verträumte Hoffnung auf das Beste im Journalismus.

Autor: Rafik Schami | Regie: Nika Sommeregger | Bühnenbild: Peter Ketturkat | Bühnenbild Assistentin: Karin Bayerle | Bühnenfassung: Miha Kristof, Nika Sommeregger | Bühnenrechte: Julius Beltz Verlag, Weinheim | DarstellerInnen: Angela Ahlheim, Franziska King, Christian Krall, Dominik Jedryas