Sa. Mai 18th, 2024
Print Friendly, PDF & Email

DuoDUU

DUO DUU Im Rahmen von SZENE BUNTE WÄHNE /// Anu Sistonen – Dance Development (Luxemburg) /// Österreichpremiere /// 4+ /// Elisabeth Hochwarter

Eine Geschichte über Kinderfreundschaft bringt die finnisch-luxemburgische Choreografin Anu Sistonen beim Tanzfestival SZENE BUNTE WÄHNE erstmals auf eine österreichische Bühne.

Bei der Premiere im Dschungel Wien nimmt das junge Publikum (4+) rund um einen weiß ausgelegten Bühnenraum Platz. Zwei weiße Stoffhaufen, ein schlagendes Metronom, ein Notenständer. Ein Mann (Jazz-Musiker Marc Demuth) enthüllt einen Kontrabass, beginnt mit dem Bogen zu streichen, legt aber bald das Instrument des klassischen Spiels weg und zupft die Saiten von nun an.

Julie Barthélémy und Jennifer Gohier kommen sich tänzerisch als Mädchen nahe, streiten und versöhnen sich. Gohier muss sich allerdings erst aus ihrem Schutzkleid befreien: Der zweite Stoffhaufen auf der Bühne beginnt sich zu bewegen und ein vollkommen verhülltes Daunenmonster stampft behäbig und geduckt durch den Raum. Es nähert sich dem Gegenüber neugierig an, richtet sich auf, tanzt schließlich gelöst und schält sich. Ein zierliches Mädchen in einem rosa Kleid kommt zum Vorschein: befreit, doch auch verletzlich.

Gefühle der Freude, Nähe, Liebe, aber auch der Angst, Wut und Eifersucht werden tänzerisch und musikalisch vermittelt. Das reduzierte Bühnenbild lenkt die Aufmerksamkeit auf die Gefühlswelten; der Kontrabass „bestimmt den Ton und die Dynamik des Werks“, so Anu Sistonen.
Klassisch, brav und unaufgeregt, gewürzt mit einem Monster, erzählt Duo Duu auf hohem tänzerischen und musikalischen Niveau von fliegenden, erdenden und fallenden Gefühlen der Freundschaft.

Choreografie: Anu Sistonen | Musikkomposition: Emre Sevindik | Tanz: Julie Barthélémy, Jennifer Gohier | Kontrabass: Marc Demuth | Kostüm: Rachel Quarmby | Lichtkonzept: Elric Vanpouille | Externer Blick: Jean Lambert (Les Ateliers de la Colline)

Eine Koproduktion von CAPe – Centre des Arts Pluriels d’Ettelbruck, Centre de Création Chorégraphique Luxembourgeois – TROIS C-L und TRAFFO_CarréRotondes.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert