Sa. Apr 20th, 2024
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Maxi Pressefoto1 (c) schallundrauch agency

„So stellt sich der kleine Maxi die große Welt vor“ (schallundrauch agency & Schüler_innen der NNÖ Informatik-MS Stockerau und des BG/BRG Stockerau) ///

Wo ist Maxi? /// Coco & Conny & Melie ///

„Bobhausen“, „Erotikien“ oder doch lieber „Einhornmonien“? 7 Schüler_innen der NÖ Informatik-MS Stockerau und des BG/BRG Stockerau stellten sich ebenfalls diese Frage und entwickelten daraus ein amüsantes Theaterstück.

Obwohl die Schüler_innen keine Ausbildung hatten, merkte man ihnen nicht an, dass sie sehr nervös waren, wie wir im Künstler_innengespräch danach erfuhren. Das Stück, das sie mit Liebe und Sorgfalt monatelang erprobt hatten, konnten sie dem Publikum gut näher bringen.

Die Suche nach Maxis Identität war für das Publikum eine spannende Reise. Sie führte durch „Einhornmonien“, wo Maxi eine außergewöhnliche Bekanntschaft mit singenden Einhörnern machte. Weiter ging es in „Erotikien“. Dort musste er Begegnung mit nackten Menschen machen, die man aber natürlich nicht sah. Eine der letzten Stationen war „Bobhausen“. Maxi machte Bekanntschaft mit zweiköpfigen und dreiarmigen Wesen. Mitten im Stück überraschten uns äußerst ausgefallene Tanzeinlagen, die uns wieder zurück ins Geschehen holten. Die Darsteller_innen tanzten zu dem Song „I feel good“ eine selbst erfundene Performance. Auch wenn das Stück anfangs verwirrend war, entwickelte es sich schließlich zu einem sehenswerten und mit Liebe gestalteten Werk.

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Aus einer kleinen Idee wurde ein großes Projekt /// Klara Ohrenberger & Christina Mutz ///

7 Nachwuchsschauspieler_innen. Viele Ideen. Sechs Monate lang, jeden Dienstag, wurde das Stück entwickelt und geprobt. 7 Jugendliche entwickelten ein geradezu absurdes Theaterstück.

Einhörner, Schildkröten, oder Fantasiemenschen. All diese Wesen konnte man in der Handlung beobachten. Mit witzigen Dialogen überzeugten sie das Publikum und brachten es zum Lachen. Selbst wenn ihnen ein kleines Missgeschick passierte, waren sie in der Lage, es durch Improvisation zu überspielen. Die 7 Nachwuchsschauspieler_innen kommen alle aus dem Bezirk Stockerau. Das Stück wurde einerseits in Stockerau, in einem kleinen Lokal, sowie im Dschungel Wien Theaterhaus aufgeführt. Unter dem Namen „So stellt sich der kleine Maxi die große Welt vor“ kann man die ganzen Eindrücke auf sich wirken lassen.

Ein Objekt, das die Jugendlichen durch das ganze Werk begleitete, erzeugte erneut Spannung: Maxis Weste war übergeblieben und alle erzählten nach ihren Vorstellungen, wo er sich aufhalten könnte. Jede/r der 7 Jugendlichen brachte ihre/seine eigenen Wünsche, Träume und Vorstellungen im Stück ein und so wurde es sehr persönlich und ansprechend. Was die Jugendlichen mit ihrem Theaterstück vermitteln wollten war, dass egal wieviele Probleme und Schwierigkeiten man hat, man sich nicht davor verstecken sollte – sondern versuchen sollte, die Probleme gemeinsam mit Freund_innen zu lösen.

Wir würden das Stück auf jeden Fall weiter empfehlen, für all diejenigen, die ein entspanntes, humorvolles und verrücktes Theaterstück interessiert.

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„So stellt sich der kleine Maxi die große Welt vor!?“ /// Anja & Joey ///

 Ein sperriger Titel, der aber auf eine Weltreise besonderer Art hoffen lässt. Denn wo gibt es sonst Schildkröten, die durch Hypnose die Menschen unterwerfen, oder ein Land wie „Erotikien“, in dem alle Menschen nackt sind.

In diesem Jugendtheaterstück im Dschungel Wien werden Kreativität und Fantasie keine Grenzen gesetzt. Jedoch herrscht vor allem in den ersten Momenten große Verwirrung beim Publikum.

Die 7 jungen Darsteller_innen im Alter von 12- 16 Jahren  aus Stockerau haben ihre 5 Auftritte in Stockerau und Wien gut gemeistert. Mit wenig Kulisse wird das Publikum in die unterschiedlichsten Länder mit den verrücktesten Regeln und Bewohner_innen katapultiert. Kleine Pannen werden professionell vertuscht oder mit Humor genommen. Auch die musikalische Untermalung kommt nicht zu kurz. Egal ob selbst gesungen, oder Lieder mit choreographierten Tänzen, Spaß ist garantiert!

Beim anschließenden Interview mit den Künstler_innen bekam das Publikum die Möglichkeit, hinter die Kulisse zu sehen und Handlungen besser nachzuvollziehen.

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Von aggressiven Einhörnern bis zu Hexen – so zeigten die Jugendlichen wie sich Maxi die Welt vorstellt /// Senaye Aziaba ///

Am 08.04.2013 spielten die sieben Schüler_innen  aus Stockerau  im Dschungel Wien das letzte Mal ihr Stück „So stellt sich der kleine Maxi die große Welt vor“. Die Schauspieler_innen, die zwischen 12 und 16 Jahre alt sind, stellten das Stück seit Jänner zusammen.

Die Jugendlichen suchen nach Maxi, der verschwunden ist, jedoch weiß keiner, wo er genau ist. Zuerst denken sie, dass Maxi bei seinem Vater ist. Mit Kartons erschaffen sie eine neue Kulisse, eine Baustelle, wo die Väter darüber streiten, wer Maxis Vater ist. Die Szene hat sich für mich sehr in die Länge gezogen, es wirkte so, als wollten die Schüler_innen Zeit vertreiben. Das Stück hatte mich erst ab dem Zeitpunkt in „Einhornmonien“ erreicht, da ab diesem Zeitpunkt mehr Gesang und Bodypercussion in Einsatz war.

Trotz Unruhe im Publikum ließen die junge Schüler_innen sich nicht beirren und haben mit Humor kleine Patzer überspielt. Besonders hat mir das anschließende Künstler_innengespräch gefallen, da das Publikum nähere Informationen zum Stück erfahren konnte und Unklarheiten beseitigt wurden.

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„So stellt sich der kleine Maxi die große Welt vor“ /// Pia Kratochvil & Nina Hueber /// 

Der kleine Maxi hat viele Probleme und verschwindet so in seine eigene Phantasie-Traumwelt. Seine Freund_innen machen sich große Sorgen und versuchen ihn zu finden. Am Anfang des Stücks geht es darum, wie Maxis Persönlichkeit ist und wie er aussieht. Maxi selbst erscheint in dem Stück nicht, er wird durch eine weiße Weste dargestellt. Die Freund_innen kommen bei der Suche nach Maxi in verschiedene Traumwelten. Sie treffen auf Einhörner, Schildkröten und außergewöhnliche „Bob-Menschen“.

Die Szene mit den Schildkröten war etwas zu lang, wobei die Regie wahrscheinlich die Langsamkeit der Schildkröten verkörpern wollte. Deshalb war es schwierig, die Aufmerksamkeit beizubehalten und sich nicht ablenken zu lassen. Es gab auch einige Szenen, in denen sich die Zuschauer_innen nicht auskannten.

Anfangs rufen sich die Schauspieler ihre Namen zu, wobei nicht gut herauskommt, was sie damit erreichen wollen. Im Gespräch danach haben wir erfahren, dass dies als Vorstellungsrunde gedacht war. Ebenfalls erfuhren wir, wie sie zu dem Stück gekommen sind. Anfangs erzählten sie uns, dass die 2 Regisseur_innen zu den jungen Schauspieler_innen in die Schulen kamen und das Projekt einmal vorstellten. Die Jugendlichen waren neugierig und es gefiel ihnen so gut, dass sie zu jeder Probe erschienen. Das Stück entstand eigentlich durch eine Idee zu dem Thema „Gewalt gegen Träume“. Es entwickelte sich zu diesem ansprechenden Theaterstück.

Je länger die jungen Schauspieler_innen auf der Bühne stehen, desto lockerer und persönlicher wird das Klima zwischen Zuschauer_innen und Schauspieler_innen. Sie haben Spaß auf der Bühne und lachen viel. Manche Szenen waren ihnen peinlich, woran man merkte, dass ihnen noch viel Bühnenerfahrung fehlt. Trotz allem ist es erstaunlich mitanzusehen, wie so junge Nachwuchstalente die Zuschauer_innen begeistern.

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Wie sich der kleine Maxi die große Welt vorstellt /// Lisa Kafenda & Lisa Ortner & Teresa La Garde ///

Generell ging es in dem Stück um einen Jungen, Maxi, der vor seinen Problemen in verschiedene Fantasiewelten abtauchte. Die Fantasiewelten wurden dem Publikum durch die Freund_innen von Maxi näher gebracht.

Das Stück war anfangs sehr verwirrend, da keine deutliche Handlung zu erkennen war. Man hatte den Eindruck, dass die Schauspieler_innen etwas unsicher waren, doch im Laufe des Stückes wurden alle etwas lockerer und man hat versucht, sich in die Handlung des Stückes einzubringen und mitzufühlen. Die Kulissen waren sehr einfach gestaltet und eher weniger anspruchsvoll, daher haben sie die Situation nur sehr schlecht dargestellt. Jedoch waren die Darsteller_innen bemüht und immer bei der Sache. Kleine Pannen wurden gut ausgebessert und – für das Alter der Schauspieler_innen – sehr professionell überspielt.

Manche Stellen im Stück waren unserer Meinung nach zu lange und es kam Langeweile im Publikum auf, jedoch wurde diese meistens durch eine umso spektakulärere Szene wieder aufgehoben. Besonders gelungen fanden wir die Choreografie zu dem Lied „I feel good“, oder als die Jugendlichen ins Publikum gingen, um dort zu schauspielern. Gut war, dass sie immer wieder auf das Publikum eingegangen sind und versucht haben, uns auf eine sehr sympathische Art und Weise zu unterhalten.

Auch bei dem Nachgespräch wirkten die jungen Schauspieler_innen sehr sympathisch und antworteten offen auf jede Frage. Das Stück hat man – unserer Ansicht nach – jedoch erst bei dem Nachgespräch richtig verstanden, als erklärt wurde, wie es zu der Idee kam. Alles in allem ist uns das Stück weniger gelegen. Trotzdem sollte man die Bemühungen der Schüler_innen schätzen und bedenken, dass die Idee und die Aufführung von ihnen selbst geschaffen wurden.

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Theaterbesuch im Zuge des Workshops: 08.05.2013 – Dschungel Wienschallundrauch agency – im Rahmen von Macht|schule|theater

Stückentwicklung, Darsteller_innen: Alen Tahirovic, Anabel Sladky, Bianca Piesinger, Corinna Schindl, Elisabeth Schindl, Stefanie Ernstbrunner, Tobias Dvorak; Regie: Janina Sollmann, Harald Sickha; Bühnenbild: Tomas Fetty; Kostüm: Anna Panzenberger; Technische Leitung, Lichtdesign: Silvia Auer; Assistenz, wissenschaftliche Begleitung: Mona Wahba; Produktionsleitung, PR: Katharina Semlitsch;

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Workshopleitung: Aslı Kışlal, Julia Grillmayr; Organisation: Nora Safranek;

Danke für die Unterstützung:

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Von Nora

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