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“Der Sandwasserzwerg” (Figurentheater LILARUM) ///

Rettet die Meere /// Reinhard Strobl ///

Der Sandwasserzwerg bekämpft im Lilarum die Nehus.

Die Nehus (Meeresungeher) haben das Meer besetzt  und, weil sie sich so fürchtet, bringt sich die Nixe Blaumündchen auf dem Mond in Sicherheit. Die einzige Hoffnung die für die Meeresbewohner noch besteht, ist die Magie des Wassermanns, weshalb sich der Sandwasserzwerg sofort auf den Weg macht. Es ist eine sehr gefährliche Reise, die nur mit Hilfe einer Krabbe, einem Wasserfloh, einem Seemann sowie einem Papagei schlussendlich ein gute Ende nimmt. Denn auch der Wassermann kann dem Sandwasserzwerg nicht helfen, auch er wird von den Nehus belagert, weshalb die Gefährten die Meereskönigin finden müssen.

Die Geschichte folgt einem recht klassischen Muster, ein Held der versuchen muss, seine Geliebte und oder die Welt zu retten und dafür auf seiner Reise diverse Freunde findet, die ihn unterstützen. Auch, dass die scheinbare nächstliegendste Lösung (der Wassermann) noch nicht das Ende der Geschichte ist, passt in dieses Schema, ob es dafür jedoch auch noch einen Verweis auf die zunehmende Umweltverschmutzung – der Seemann, muss einer der Schildkröten aus einer Blechdose befreien – oder einen Tsunami, eine vom Wassermann hervorgerufene Flutwelle, welche die Sandburg des Sandwasserzwerges zerstört hat, gebraucht hätte, sei dahingestellt. Ähnliches gilt auch für die diversen Figuren, denn so schön sie auch gestaltet sind, anstatt der Liebesgeschichte des Papageis, wäre es schön gewesen, auch etwas über die Beziehung des Sandwasserzwergs zur Nixe zu erfahren, den warum sie ausgerechnet zu ihm kommt und sich dann auf dem Mond versteckt, wird nicht erklärt.

Gelungener als die etwas verworrene Handlung ist die musikalische Begleitung, welche die Figuren charakterisiert und, da die meisten Charaktere mehr singen als  sprechen, aus der Sandwasserzwerg ein schönes Stück Musiktheater machen.

Wiederaufnahme: 10.März 2012 –  Figurentheater LILARUM

Autorin: Friedl Hofbauer; Bearbeitung: Traude Kossatz & Malle Laine ; Puppen/Bühne/Regie: Traude Kossatz ; Figurenspiel: Bettina Enzenhofer, Silke Graf, Jan Jedenak, Silvia Lenz, Werner Malli, Joanna Proksch